Stuttgarter Innovationstage

Innovationen aus der Welt der Steuerungstechnik. Freuen Sie sich auf die zweitägige Veranstaltung am 12. und 13. Oktober 2021.

Willkommen in der Zukunft der Steuerungstechnik

Bereits zum fünften Mal organisiert das Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) die Stuttgarter Innovationstage. Auf der zweitägigen Veranstaltung geben unsere Referierenden aus Industrie und Forschung spannende Einblicke in aktuelle Themen.
Konnektivität

Neues aus den Bereichen der Kommunikations-Protokolle und der Industrie 4.0 Hardware, OPC UA, TSN, Umati und vieles mehr.

Technologie-Trends

Wohin entwickelt sich die Branche? An welchen Themen wird aktuell geforscht? Relevante Anwendungsbeispiele ergänzt durch aktuelle Berichte aus der Forschung.

Industrie-Experten

Tauschen Sie sich mit anderen Experten der Branche aus und erweitern Sie Ihr persönliches Netzwerk.

Programm

Schauen Sie sich das Programm der diesjährigen Veranstaltung an und lernen Sie unsere Referenten und Tech-Enthusiasten kennen.
Neuer Termin verlegt auf 12.-13. Oktober 2021
Prof. Dr. Oliver Riedel
Institutsleitung ISW

Oliver Riedel studierte Technische Kybernetik an der Universität Stuttgart und promovierte an der Fakultät für Konstruktions-, Produktions- und Fertigungstechnik zum Dr.-Ing. Seit über 20 Jahren beschäftigt sich Oliver Riedel mit den Grundlagen und der praktischen Anwendung von Methoden zur virtuellen Absicherung in der Produktentwicklung und der Produktion. Er leitete in dieser Zeit zahlreiche Projekte für internationale Großunternehmen der Automobilindustrie und Energiewirtschaft zur Einführung virtueller Methoden. Nach seiner Tätigkeit am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) war er bei der CENIT AG Systemhaus und der SiliconGraphics Inc. im Bereich Professional Services für das Themenfeld Virtuelle Produktentstehung in leitender Funktion tätig. Danach war Oliver Riedel bei der AUDI AG für die Prozessintegration und das Informations-Management im Produktprozess verantwortlich. 2010 wechselte er als Leiter Informationstechnologie und Prozessintegration Produktprozess in den VW Konzern. Ab März 2012 war er bei der AUDI AG weltweit verantwortlich für die Steuerung der Planungsprozesse und die Koordination produktionsrelevanter IT. Seit November 2016 ist er Professor an der Universität Stuttgart und neben Prof. Alexander Verl Institutsleiter am ISW. Oliver Riedel hat den Lehrstuhl „Produktionstechnische Informationstechnologien“ inne und ist seit Juni 2018 Institutsleiter des Fraunhofer IAO. Darüber hinaus ist er im Ehrenamt der Vorstandsvorsitzende des VDI-Landesverband Baden-Württemberg und in der nationalen Plattform Zukunft der Mobilität aktiv.

Amar Hanspal
CEO Bright Machines

Increasingly, we live in a world where software that drives hardware is defining our experience with products. Software-Defined Manufacturing defines a layer of software that runs and oversees all manufacturing processes – from building, to assembly, to testing and is a direct contrast to the status quo manufacturing has endured for the past 30 years: hardware-defined manufacturing. In his talk, Amar will prove that Software-Defined Manufacturing isn’t just another tech buzzword, but an important concept that represents a fundamental change in how the manufacturing industry views automation’s potential.

Amar Hanspal is the CEO of Bright Machines, where he leads a team focused on changing the resiliency, flexibility and economics of manufacturing through smart automation. He is a senior business leader with 30+ years of experience driving business and technology transformation. Prior to joining Bright Machines, Amar was co-CEO and chief product officer at Autodesk, where he oversaw the company’s entire software portfolio, including its innovative manufacturing and construction applications. In addition to sitting on Bright Machine’s board, he sits on the board of eSilicon Corporation and advises early stage venture companies.

11:05 - 11:25

11:25 - 12:00

Dr. Arnd Menschig
Aufsichtsratsvorsitzender der SCALE it Genossenschaft

Die SCALE it Genossenschaft wurde im Jahr 2020 gegründet, um die Ergebnisse aus dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt ``ScaleIT - Skalierende Informations- und Kommunikationstechnologie zur Produktivitätssteigerung`` in einer Community nachhaltig weiterzuführen. Die Genossenschaft fördert kleine und mittelständische Unternehmen in ihrer digitalen Transformation und bietet dafür Unterstützung zur Kostensenkung beim Entwickeln, Verteilen, Installieren, Betreiben und Testen von plattformagnostischen Softwarelösungen an.
Für den Aufbau und den Betrieb eines verteilten Softwareökosystems in Unternehmen stehen angepasste Lösungen für industrielle Netzwerk-, Server- und Sensorinfrastrukturen zur Verfügung. Mit container-basierten industriellen Apps modularisieren die Mitgliedsunternehmen ihre Anwendungssoftware. Mit der Nutzung eines Industrie 4.0 konformen Messaging und eines minimalistischen Deploymentprozesses werden die Flexibilität, Wiederverwendbarkeit und einfache Portabilität der industriellen Apps gesteigert.

Dr. Arnd Menschig studierte Physik an der Universität Stuttgart und promovierte dort mit dem Thema nanostrukturierter Halbleitermaterialen. Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der MiLaSys technologies GmbH beschäftigte er sich als Gruppenleiter und Geschäftsführer mit Halbleiterlasern und der Mikroaufbautechnik. 2010 wechselte er zur Carl Zeiss 3D Automation als Projektleiter mehrerer Entwicklungs- und Verbundprojekte.
Derzeit unterstützt Dr. Arnd Menschig als Leiter der Abteilung Innovation & Digital Technologies bei der Carl Zeiss Industriel Quality Solutions bei der Digitalisierung von Produkten und der digitalen Transformation in der Produktion.
Auf der Gründungsversammlung im Oktober 2020 wurde er zum Aufsichtsratsvorsitzenden der SCALE it Genossenschaft gewählt.

Daniel Trauth
Geschäftsführender Gesellschafter senseering

Die heutige Gesellschaft steht vor einem Wandel. Es werden Werte nachgefragt, die mit fair, nachhaltig und klimafreundlich nur eine kleine Teilmenge neuer Vorstellungen beschreiben. Diese Werterwartungen stellen aber industrielle Betriebe vor massive Herausforderungen, weil sie keine Daten über eine faire, nachhaltige oder klimafreundliche Produktion haben. Denn, seit Bestehen des produzierenden Gewerbes waren eigentlich immer die Werte schneller, besser, billiger gefragt. Genau diese Transformation für produzierende Betriebe will senseering lösen. Mit der Vision einer Machine Economy werden zukünftig Maschinen- und Gerätedaten weltweit simple, sicher und stabil vernetzt, es werden verschlüsselt Steuerungsdaten, Informationen und Wissen ausgetauscht, und mittels KI verwertet. KI als Sprache zwischen Menschen und Maschinen. Wie will Mensch auch sonst mit Maschinen reden?

Daniel Trauth ist IHK-zertifizierter Mechatroniker der anschließend sowohl Maschinenbau als auch Wirtschaftwissenschaften an der RWTH Aachen University studierte. Im Anschluss an sein Studium promovierte er am Werkzeugmaschinenlabor WZL und ist dort als Oberingenieur und Mitglied des Management Boards für die Digitalisierungsstrategie am Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren verantwortlich. Außerdem hat Daniel Trauth ein Startup zur Monetarisierung und Verwertung von Maschinendaten gegründet, das mit dem RWTH-Spin-off-Award und dem #DWNRW-Startup-Of-The-Month-Award des Landes NRW ausgezeichnet wurde.

Heinz Egger
Geschäftsführender Gesellschafter Linutronix

Geschäftsführender Gesellschafter der Linutronix GmbH seit 2006, dem führenden Anbieter von Linux für die Industrie. Davor jahrzehntelang in unterschiedlichen Positionen der Embedded Industrie in der Entwicklung, Marketing und als BU Leiter. Seit mehr als 20 Jahren überzeugt von dem Potential von Open Source Software.

14:00 - 15:00

Wolfram Schäfer
Geschäftsführender Gesellschafter iT Engineering

Software Defined Manufacturing hat das Potential der industriellen Produktion zu einem Quantensprung hin zur intelligenten, flexiblen Fabrik zu verhelfen. Die erforderlichen Technologien sind inzwischen weitestgehend vorhanden. Architekturen und Schnittstellen können auf dieser Basis definiert werden. Die Bereitschaft der Anwender für innovative Ansätze wird sich mit dem Nutzen einstellen. Indes stellt dieser Wandel die Softwareentwicklung im Maschinenbau und der Automatisierungstechnik vor enorme Herausforderungen. Diese bieten aber auch Chancen, eingetretene Pfade zu verlassen und so eine höhere Entwicklungsgeschwindigkeit und Softwarequalität zu ermöglichen.

Wolfram Schäfer, Jahrgang 1965, ist als Maschinenbauingenieur und studierter Informatiker seit über 25 Jahren an der Schnittstelle zwischen Maschinenbau und Informatik tätig.

Als Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der iT Engineering Software Innovations GmbH – einem Dienstleistungsunternehmen für Softwareentwicklung im Maschinenbau und der Industrieautomation – verantwortet er seit 2000 die Umsetzung komplexer Softwarelösungen in diesem Umfeld.

Darüber hinaus setzt er sich intensiv mit den Herausforderungen in der Softwareentwicklung durch die „digitale Transformation der Industrie“ und den dafür erforderlichen Software-Technologien auseinander. In diesem Zusammenhang engagiert er sich z. B. in der „Allianz Industrie 4.0“ sowie in weiteren regionalen Arbeitskreisen.

Seit November 2016 ist er in den Vorstand des Fachverbandes „Software und Digitalisierung“ des VDMA gewählt. Um der wachsenden Bedeutung der Softwareentwicklung als Schlüsselkomponente für Industrie 4.0 gerecht zu werden, liegen ihm Themen wie Softwareengineering, Softwarequalitätssicherung, agile Softwareentwicklung, Künstliche Intelligenz / Machine Learning und Cloud Computing besonders am Herzen.

In der Digitalisierung und Vernetzung sieht er für den Maschinenbau ein gewaltiges Potenzial an neuen Möglichkeiten. In diesem spannenden Umfeld wirkt er aktiv mit und bringt sein Fachwissen aus der Softwareentwicklung entsprechend ein.

Timur Tasci
Wissenschaftlicher Mitarbeiter ISW

Das Internet der Dinge gewinnt im Bereich der industriellen Automatisierungstechnik zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus benötigen produzierende Unternehmen für den langfristigen Erfolg in dynamischen Märkten immer agilere und flexiblere Produktionssysteme. Daher müssen auch speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) als Hauptbestandteile von Produktionssystemen flexibler werden. Die heutigen speicherprogrammierbaren Steuerungen sind monolithisch und können daher nur als eine einzige Einheit deployed werden. In diesem Vortrag wird eine container-basierte, echtzeitfähige und modularisierte Steuerungsarchitektur vorgestellt, welche Messaging für die Kommunikation zwischen den Modulen verwendet und eine Hardware-Abstraktionsschicht einführt, um die Flexibilität, Wiederverwendbarkeit, Portabilität sowie die Wartbarkeit zu erhöhen.

Timur Tasci studierte Mechatronik mit den Schwerpunkten Software- und Steuerungstechnik und ist seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart. Seine Forschungsschwerpunkte befinden sich im Bereich der Softwarearchitekturen im steuerungstechnischen Kontext und in der Containerisierung von Echtzeitapplikationen. Darüber hinaus übernahm Herr Tasci 2018 die Forschungskoordination im Forschungscampus ARENA2036.

In dieser Session werden die Aussteller der Stuttgarter Innovationstage in kurzen Product-Pitches die neuesten Produkte aus dem Bereich der Steuerungstechnik vorstellen. Ergänzend dazu sind im hinteren Bereich der der Reithalle die Aussteller mit Ständen vertreten, auf denen die Produkte vorgeführt werden. Nutzen Sie die Pausenzeiten um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen.

16:30 - 17:00

17:00 - 17:25

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Stuttgarter Innovationstage werden vier Experten zu Entwicklungen der letzten Jahre und Ziele der nächsten Jahre im Bereich Steuerungstechnik aus der Cloud diskutieren. Alles unter der Fachmännischen Moderation von Martin Puscher.

Experten:
Felix Kretschmer - Organisator der ersten Stuttgarter Innovationstage und Key Expert für IT Technologies bei der Siemens AG
Florian Holz - Referent der ersten Stuttgarter Innovationstage und Managing Director der SOTEC GmbH
Andreas Weiss - eco Verband und Koordinator der Gaia-X Federation Services
Ein großer Endanwender von Steuerungstechnik aus der Cloud

Prof. Dr. Alexander Verl
Institutsleitung ISW

Alexander Verl war nach seinem ingenieurwissenschaftlichen Studium der Elektrotechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg von 1986 bis 1991 als Entwicklungsingenieur bei der Siemens AG in Erlangen im Bereich Automatisierungstechnik tätig. 1994 wechselte er zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen und promovierte dort 1997 im Bereich Regelungstechnik am Institut für Robotik und Mechatronik. Ebenfalls 1997 gründete er die AMATEC Robotics GmbH. Er ist seit 2005 Direktor des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) und ordentlicher Professor der Universität Stuttgart. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit an der Fakultät für Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik der Universität Stuttgart ist er Studiendekan des Studiengangs Mechatronik. In den Jahren 2006 bis 2014 war Alexander Verl im Nebenamt Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA). Von 2014 bis 2016 war er Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle in der Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft.

Dr. Christina Franke
Senior Vice President Engineering and Production Robert Bosch GmbH

Dr. Christina Franke studierte Konstruktions- und Fertigungstechnik an der Universität des Saarlandes und der Lulea University, Schweden. Sie promovierte 2003 zum Thema „Feature-basierte Prozesskettenplanung in der Digitalen Fabrik“ am Lehrstuhl für Fertigungstechnik der Universität des Saarlandes. 2004 trat sie in die Robert Bosch GmbH ein und übernahm dort bis 2011 verschiedene Führungsaufgaben in Fertigung und Qualitätsmanagement. Von 2011 bis 2015 leitete sie in Wuxi, China, für die Robert Bosch GmbH einen Fertigungsbereich für Dieseleinspritzsysteme. Von 2015 bis 2017 war Dr. Christina Franke als Hauptreferentin des Geschäftsführers für Mobility Solutions tätig. Im Anschluss wechselte sie in den technischen Einkauf als Key Account für mehrere Business Units des Geschäftsbereichs Powertrain Solutions.

Seit Juni 2019 ist Dr. Christina Franke im Bereich Corporate Research der Robert Bosch GmbH als Senior Vice President Engineering and Production tätig. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören u.a. die Forschungsaktivitäten zu Industrie 4.0 sowie zur Elektromobilität.

Dr. Jan Winkler
Senior Software Engineer - Robotics NVIDIA GmbH

Moderne Robotik-Systeme müssen komplexes, fehlertolerantes Verhalten aufweisen und situativ korrekte Entscheidungen autonom treffen können. Effizienz und inhärente Sicherheit auch in Zusammenarbeit mit Menschen gehören ebenso zu den Anforderungen an Roboter für die Fabriken der Zukunft wie Wirtschaftlichkeit und eine kosteneffektive Entwicklung. BMW entwickelt eine neue Generation von autonomen Robotern zum innerbetrieblichen Warentransport auf Basis von NVIDIAs Robotik-Softwareplattform Isaac SDK und der Hardwareplattform NVIDIA Jetson AGX Xavier. Diese ist TÜV-sicherheitszertifiziert und erfüllt bzgl. Formfaktor und Energiebedarf die Anforderungen gängiger AGVs. Physikalisch akkurate Simulationen und photorealistische Renderings unterstützen die Entwicklung und Inbetriebnahme und schließen als Isaac Sim nahtlos an Isaac SDK an, wodurch “Simulation First” ein fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses wird.

Als gelernter Telekommunikationstechniker hat Dr. Jan Winkler an der Universität Stuttgart den Diplomstudiengang Technische Kybernetik absolviert und später im Bereich der Robotik und Künstlichen Intelligenz an der Universität Bremen promoviert. Seine Spezialisierungen in den Bereichen Regelungstechnik und kognitiver Verhaltenssteuerung hat er sowohl in der Forschung als auch in der industriellen Produktentwicklung vertieft. Nach mehrjähriger Erfahrung im industriellen 3D-Druck hat Dr. Winkler die Entwicklung von Agrarrobotern zur autonomen Unkrautbekämpfung sowie Lokalisierungslösungen für Intralogistikanwendungen vorangetrieben. Heute entwickelt Dr. Winkler Kernkomponenten des NVIDIA Isaac SDK und koordiniert die technische Kollaboration zwischen NVIDIA und der AGV-Entwicklung von BMW.

10:15 - 10:50

Dr. Christian Kotschote
Projektleiter Audi AG

Das Lichtbogenschweißen ist eine wesentliche Fügetechnologie im automobilen Karosseriebau. Der physikalische Prozess dahinter ist aufgrund der Vielzahl von Fügeparameter und Einflussgrößen sehr komplex. Um eine hohe Bauteilqualität zu gewährleisten, muss jede Schweißnaht manuell per Sichtprüfung durch einen Mitarbeiter oder durch kostenintensive Visualisierungssysteme geprüft werden. Letztere beeinträchtigen die Zugänglichkeit des Schweißbrenners zur Fügeposition.

Im Zuge der Industrie 4.0 bietet eine Erfassung von Schweißprozessdaten gekoppelt mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz neue Möglichkeiten im Bereich der Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle. In diesem Vortrag geben Dr. Christan Kotschote und Alexander Schmidt einen Einblick zum robotergeführten Lichtbogenschweißen im Karosseriebau der AUDI AG. Dabei werden aktuelle Herausforderungen einer automobilen Fertigung aufgezeigt sowie neue Lösungskonzepte basierend auf künstlicher Intelligenz vorgestellt.

Dr. Christian Kotschote studierte Maschinenbau an der HS Anhalt in Köthen. Während dieser Zeit bildete er sich zum internationalen Schweißfachingenieur in Jena weiter. Nach seinem Studium promovierte Herr Dr. Kotschote über die TU Ilmenau bei der AUDI AG zum Thema Widerstandspunktschweißen von Aluminium-Stahl-Verbindungen. In seiner aktuellen Tätigkeit als Projektleiter im Bereich Technologieentwicklung entwickelt er automatisierte Lösungen zur Prozessüberwachung sowie Qualitätskontrolle von MSG-Schweißungen.

Alexander Schmidt studierte Technische Kybernetik an der Universität Stuttgart und ist derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am ISW. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der IT-Architekturen zur Erfassung und effizienten Speicherung großer Datenmengen von Fertigungssystemen. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit neuen Entwicklungen den Bereichen Cloud-Computing, Robotik und Künstlicher Intelligenz.

11:15 - 11:40

Götz Görisch
Projektreferent für Digitalisierung und Industrie 4.0 VDW

Seit Herbst 2020 ist die Spezifikation für die vertikale Anbindung von Werkzeugmaschinen (UA4MT) als OPC UA Companion Specification veröffentlicht. Doch was bedeutet es nun, eine Maschine ``umati-ready`` vorzubereiten? Welche Umsetzungsmöglichkeiten bieten sich? Welche Anwendungsfälle deckt die aktuelle Spezifikation ab? Und wie können kundenspezifische Anpassungen oder Erweiterungen der Schnittstelle umgesetzt werden? In einer Live-Demonstration nehmen wir Sie Schritt für Schritt mit auf den Weg von der Implementierung und Konfiguration des OPC UA Servers bis zur Integration in die umati.app Oberfläche.

Götz Görisch ist Projektreferent für Digitalisierung und Industrie 4.0 beim Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) in Frankfurt. Nach dem Studium des allgemeinen Maschinenbaus hat er viele Jahre als Entwicklungsingenieur in der Automobilindustrie gearbeitet. Über mehreren Stationen in der Werkzeugmaschinenentwicklung und des Sondermaschinenbaus ist er seit September 2018 beim VDW als Projektleiter für das Projekt umati sowie die Arbeitskreise Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik zuständig.

Tonja Heinemann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gruppe „Industrielle Steuerungstechnik“ am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart. Nach einem Studium der Mechatronik ist sie seit 2018 am ISW wissenschaftliche Mitarbeiterin und beschäftigt sich hauptsächlich mit Kommunikationsschnittstellen von industriellen Steuerungen. Sie ist seit Januar 2018 beteiligt im VDW-Projekt „Konnektivität für Industrie 4.0.“ aus dem „umati - Universal Machine Technology Interface“ hervorging. An der im Rahmen des Projekts erstellten Spezifikation „OPC UA for Machine Tools“ war Tonja Heinemann als Editorin beteiligt.

13:20 - 14:20

Dr. Markus Große Böckmann
Geschäftsführer oculavis GmbH

Produzierende und verarbeitende Unternehmen haben in der Corona-Pandemie Grenzen ihrer operativen Handlungsfähigkeit aufgezeigt bekommen. Inbetriebnahmen mit Lieferanten, kurzfristige Fehlerbehebungen und Instandsetzungen, bei denen das Know-how des Maschinenherstellers benötigt wird oder dringende Anlagenoptimierungen mit den Experten im heimischen Büro sind Tätigkeiten, die sich auch nicht in angespannten Situationen aufschieben lassen.

Mit Augmented Reality Remote Support und digitalen Workflows gelangt das so dringend benötigte Expertenwissen auf den Shopfloor, unabhängig von Homeoffice, Reise- und Zutrittsbeschränkungen oder Abstandsregelungen. Experten und Techniker werden mit mobilen Endgeräten wie Smart Glasses, Tablets oder Smartphones über die innovative Serviceplattform oculavis SHARE verbunden, um maschinenbezogene Probleme aus der Ferne zu lösen. Digitale Geschäftsmodelle, weniger Reiseaufwand und effizientere Abläufe sind Mehrwerte für Unternehmen, die Prozesse langfristig „remote“ durchführen.

Dr. Markus Große Böckmann, geboren am 25.03.1985, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen von 2004 bis 2009. Im Anschluss an sein Studium begann seine berufliche Karriere am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, wo er von 2009 bis 2016 tätig war.
Über die Positionen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter wurde er Gruppen- und schließlich Abteilungsleiter mit Verantwortung über mehr als 30 Mitarbeiter im Bereich „Produktionsqualität“. Seine Hauptthemenfelder am Fraunhofer-Institut waren Forschungs- und Industrieprojekte zur Digitalisierung von Produktions- und Serviceprozessen. Im Jahr 2014 schloss er seine Promotion mit Auszeichnung an der RWTH Aachen ab.
Anfang 2016 gründete Dr. Markus Große Böckmann mit zwei Mitgründern die oculavis GmbH, die mittlerweile über 40 Mitarbeiter beschäftigt und stark wächst. Er ist verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Sales. Das Hauptprodukt der oculavis GmbH ist die Softwareplattform SHARE, die als Kollaborations- und Prozessplattform im Kundenservice, in der Wartung und Instandhaltung oder bei Qualitätsaufgaben eingesetzt wird.

Florian Jaensch
Gruppenleiter Virtuelle Methoden der Produktionstechnik ISW

Für die steigenden Anforderungen der Produktionstechnik müssen Steuerungssysteme intelligenter und lernfähig werden. In der Betriebsphase finden Methoden der Künstlichen Intelligenz immer mehr Einzug in die Steuerungstechnik, in der Entwicklungsphase sind bisher jedoch kaum Ansätze vorhanden. Die Simulationstechnik welche die Entwicklungsphase mittlerweile bereits begleitet könnte dafür eine optimale Grundlage bieten. In diesem Vortrag wird ein Ansatz gezeigt, welche die Simulationstechnik der virtuellen Inbetriebnahme so erweitert, dass sie als Lernumgebung für Reinforcement Learning verwendet werden kann.

Florian Jaensch studierte Maschinenbau mit den Schwerpunkten Mechatronik und Informationstechnik und ist seit 2016 am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Hier beschäftigt er sich hauptsächlich mit Simulationstechnik und Machine-Learning. Seit Ende 2020 leitet er die Gruppe Virtuelle Methoden der Produktionstechnik, welche sich im mit Simulationsmethoden im Engineering und darüber hinaus befasst.

15:10 - 15:30

15:30 - 15:55

Florian Schellroth
Wissenschaftlicher Mitarbeiter ISW

Machine Learning verbessert in zunehmendem Maße Prozesse der intelligenten Fabrik. Statische Anwendungen wie der Griff in die Kiste verfügen längst über Computer Vision Elemente, die das gesuchte Objekt finden und der Robotersteuerung den optimalen Griffpunkt angeben. Doch wie kann Computer Vision auch für hochdynamische Anwendungsfälle eingesetzt werden? In diesem Vortrag wird auf diese Problemstellung näher eingegangen und gezeigt, wie Computer Vision und eine off-the-shell Steuerung zur Bewältigung einer echtzeitkritischen Aufgabe eingesetzt werden können.

Florian Schellroth studierte Mechatronik mit den Schwerpunkten Steuerungstechnik und technische Informatik und ist seit April 2020 am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Hier beschäftigt er sich hauptsächlich mit Machine-Learning in der Produktion. Zudem organisiert er die Stuttgarter Innovationstage 2021.

Bernhard Günthner
Geschäftsführer Kontron Technologies GmbH

Für Unternehmen ist es entscheidender denn je, sich zukunftssicher aufzustellen und die eigene Digitalisierung zügig voranzutreiben. Trotz aller Dringlichkeit empfiehlt es sich daher, strategisch vorzugehen. Digitalisierung und Automatisierung sind kein Sprint, sondern ein Marathon, der gezielt vorbereitet sein will.
Dem Vorhaben sollten daher immer eine sorgfältige Analyse und klare Ausrichtung vorangestellt werden, bei denen der zu erwartende Nutzen im Vordergrund steht. In meinem Vortrag gehe ich hier deshalb nicht nur auf technische Aspekte ein.

Bernhard Günthner, Geschäftsführer der Kontron Technologies GmbH, übernahm im Oktober 2019 die Position des VP Smart Factory Solutions in der Kontron - S&T Gruppe. in seinen über 10 Jahren bei Kontron war er bereits in unterschiedlichen Bereichen tätig, unter anderem auch als VP Customer Programs für kundenspezifische Systemlösungen in den Bereichen Industrieautomatisierung und Medical. Der IoT-Pionier startete nach seinem Abschluss als Diplomingenieur der Elektrotechnik an der TU München seine Karriere in der Softwareentwicklung für Telematik- und Ticketing-Systeme.

Organisation

Veranstalterin

Medienpartner

Galerie

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Ein Tag
700.00
01.06.2021 - 31.07.2021
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1 Keynote
8 Vorträge
Programmheft
Gemeinsames Abendessen
Hallenführung am ISW
Frühbucherrabatt, danach 800 €
Zwei Tage
800.00
01.06.2021 - 31.07.2021
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2 Keynotes
17 Vorträge
Programmheft
Gemeinsames Abendessen
Hallenführung am ISW
Frühbucherrabatt, danach 900 €

Veranstaltungsort

Maritim Hotel Stuttgart –
Alte Reithalle

 

Seidenstr. 34
70174 Stuttgart

 

T: +49  711 942 – 1210
E: info.stu@maritim.de
W: maritim.de

Veranstalterin

FISW Forschungs- und Ingenieurgesellschaft für Steuerungstechnik GmbH

Ingrid Albright (ingrid.albright@fisw.de)
Rosenbergstr. 28
70174 Stuttgart

Bestellungen und Rechnungen bitte an diese Adresse richten.

Organisation

Auskunft und Anmeldung

Florian Schellroth

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Institut für Steuerungstechnik (ISW)
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Germany

Florian Jaensch

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Institut für Steuerungstechnik (ISW)
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Germany

Xenia Günther

Organisation

Institut für Steuerungstechnik (ISW)
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Germany