Stuttgarter Innovationstage

Innovationen aus der Welt der Steuerungstechnik. Freuen Sie sich auf die zweitägige Veranstaltung am 03. und 04. März 2020.

Willkommen in der Zukunft der Steuerungstechnik

Bereits zum vierten Mal organisiert das Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) die Stuttgarter Innovationstage. Auf der zweitägigen Veranstaltung geben unsere Referenten aus Industrie und Forschung spannende Einblicke in aktuelle Themen.
Konnektivität

Neues aus den Bereichen der Kommunikations-Protokolle und der Industrie 4.0 Hardware. OPC UA, TSN, Umati und vieles mehr.

Technologie-Trends

Wohin entwickelt sich die Branche? An was wird aktuell geforscht? Aktuelle Anwendungsbeispiele ergänzt durch aktuelle Berichte aus der Forschung.

Industrie-Experten

Tauschen Sie sich mit anderen Experten der Branche aus und erweitern Sie ihr persönliches Netzwerk.

Programm

Schauen Sie sich das Programm der diesjährigen Veranstaltung an und lernen Sie unsere Referenten und Tech-Enthusiasten kennen.
Prof. Dr. Oliver Riedel
Institutsleitung ISW

Oliver Riedel studierte Technische Kybernetik an der Universität Stuttgart und promovierte an der Fakultät der Konstruktions- und Fertigungstechnik zum Dr.-Ing. Seit über 20 Jahren beschäftigt sich Oliver Riedel mit den Grundlagen und der praktischen Anwendung von Methoden zur Virtuellen Absicherung in der Produktentwicklung und der Produktion. Er leitete in dieser Zeit zahlreiche Projekte für internationale Großunternehmen der Automobilindustrie und in der Energiewirtschaft zur Einführung virtueller Methoden. Nach seiner Tätigkeit am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) war er bei der CENIT AG Systemhaus und der SiliconGraphics Inc. im Bereich Professional Services für das Themenfeld Virtuelle Produktentstehung in leitender Funktion tätig. Danach war Oliver Riedel bei der AUDI AG für die Prozessintegration und das Informations-Management im Produktprozess verantwortlich. 2010 wechselte er als Leiter Informationstechnologie und Prozessintegration Produktprozess im VW Konzern. Ab März 2012 war er bei der AUDI AG weltweit verantwortlich für die Steuerung der Planungsprozesse und die Koordination produktionsrelevanter IT. Seit November 2016 ist er neben Prof. Verl Institutsleiter am ISW und hat den Lehrstuhl ``Produktionstechnische Informationstechnologien`` inne und seit Juni 2018 ist Oliver Riedel Institutsleiter des Fraunhofer IAO.

Dr. Heinz-Jürgen Prokop
Chief Executive Officer Machine Tools (CEO MT)

TRUMPF Werkzeugmaschinen steht mit seinen Produkten für „die Prozesskette Blech“ und die Vernetzung der Produktion in der Smart Factory.
Höhere Laserleistung mit immer schnellerer Schneidgeschwindigkeit war eine der zentralen Innovationen der vergangen 30 Jahre auf dem Gebiet der Blechbearbeitung. Große Potenziale zur Fortschreibung dieser Erfolgsgeschichte der kontinuierlichen Steigerung der Produktivität liegen heute in vernetzten, kognitiven Cyber-Physischen-Systemen.

Bewegungen, Prozesse und Vorgänge aus der physischen Welt werden in Daten und Modelle übersetzt, optimiert und schließlich wieder in verbesserte Handlungen umgesetzt. Spezifische Sensorsysteme und Prozesswissen verleihen den Systemen die Fähigkeit der Wahrnehmung. Die Standarisierung von Schnittstellen (wie etwa mit Umati) ist die Basis für einen skalierbaren Einsatz moderner Methoden zur Datenanalyse, wie etwa Maschinellem Lernen. Gepaart mit Domänen-Wissen führt der Lernkreislauf kontinuierlich zu verbesserten physischen Abläufen in Maschinen und Systemen.

1958 in Dorsten/NRW geboren. Studium der Verfahrenstechnik mit anschließender Promotion an der Universität Stuttgart. Von 1988 bis 1991 Leiter Konstruktion bei der TRUMPF Lasertechnik GmbH in Ditzingen, anschließend bis 1992 Vice President, Leiter Entwicklung/Konstruktion und Produktion bei TRUMPF in Yokohama, Japan. Nach verschiedenen externen Führungspositionen bei Thyssen/Krupp in Essen, Körber in Hamburg und Frigoblock in Essen, trat er 2012 als Geschäftsführer Entwicklung und Einkauf bei der TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG ein.

Florian Frick
Gruppenleitung ISW

Eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Digitalisierung der Produktion ist ein durchgängiger Datenzugriff von der IT- auf die Feldebene. Die hierfür notwendigen konvergenten Netze müssen sich sowohl in klassische IT-Infrastrukturen integrieren lassen, dabei aber auch den deterministischen Anforderungen aus der Feldebene gerecht werden. Auch Aspekte hinsichtlich Safety, Security, Konfiguration sowie Engineering-Prozesse müssen berücksichtigt werden. Verschiedene aktuelle Technologien wie TSN, 5G oder OPC UA tragen hierzu auf verschiedenen Ebenen bei, konvergente Netze insgesamt sind jedoch noch mit vielen Unklarheiten behaftet.
Basierend auf einer Einführung in konvergente Netze und in die aktuellen Technologien, werden Anforderungen und Eigenschaften miteinander abgeglichen und mögliche Lösungen aufgezeigt. Dabei werden die Auswirkungen auf das gesamte Netz, die Applikationen aber auch die einzelnen Automatisierungskomponenten untersucht. Abschließend werden Strategien diskutiert, wie in diese neuen Technologien eingestiegen werden kann, um frühzeitig von deren Potential zu profitieren.

Florian Frick ist seit 2013 am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) tätig und leitet die Gruppe „Echtzeitkommunikation und Steuerungshardware“. Zuvor schloss er sein Studium mit einem Doppelabschluss an der Universität Stuttgart und Télécom ParisTech ab. Nachdem er sich viele Jahre mit verschiedenen Feldbussen beschäftigt hat, fokussiert er sich seit 2016 auf den Einsatz des Time Sensitive Networkings (TSN) im industriellen Umfeld. Seit dem Umzug des IIC-Testbeds ans ISW, koordiniert Florian Frick die Aktivitäten der europäischen Instanz des Testbeds. Neben Echtzeitkommunikationsthemen forscht er an innovativen Plattformen für die Steuerungstechnik, insbesondere an Systemen, welche auf rekonfigurierbarer Hardware basieren.

11:25 - 12:00

Peter Lutz
Director Field Level Communications

Die Field Level Communications Initiative der OPC Foundation hat das Potential, die Industrielle Kommunikation nachhaltig und zum Vorteil für alle Marktbeteiligten zu verändern. Der technische Ansatz basiert auf einer Erweiterung von OPC UA mit PubSub-Mechanismen und der Nutzung von TSN, dem IEEE-Standard für deterministisches Ethernet. Dabei kann die Initiative auf die Unterstützung der Größten in der Branche zählen, darunter Siemens, Rockwell Automation, Schneider Electric, Mitsubishi und Bosch Rexroth.

Im Vortrag wird auf den gewählten Lösungsansatz, den Projektstatus und die Roadmap eingegangen. Zudem wird erläutert, welche Vorteile sich aus OPC UA FLC für Anwender und Hersteller im industriellen Umfeld ergeben.

Peter Lutz (Dipl.-Ing.) hat an der Universität Stuttgart Elektrotechnik mit Schwerpunkt Ingenieur-Informatik studiert. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart auf dem Gebiet der offenen Steuerungssysteme tätig. Im Anschluss übernahm er als hauptamtlicher Geschäftsführer von Sercos International e.V. die Koordination der weltweiten Aktivitäten rund um den Automatisierungsbus Sercos. Seit April 2019 koordiniert er die Field Level Communications Initiative der OPC Foundation mit der Zielsetzung, OPC UA zukünftig auch als weltweit akzeptierten Standard für die Vernetzung von Feldgeräten in der Fabrik- und Prozessindustrie zu etablieren.

Wolfgang Leindecker
Member of the Executive Board der TTTech Industrial Automation AG

Um das volle Potential von Industrial IoT auszuschöpfen, müssen Technologien für die Produktionshalle eine Balance zwischen Offenheit, Flexibilität und garantiertem Betrieb herstellen. Edge Computing bringt durch das Einbeziehen von oftmals auf Open-Source-Implementierungen beruhenden IT-Konzepten wie Virtualisierung und Workload-Orchestrierung ein neues Flexibilitätslevel in industrielle Systeme. OPC UA over TSN garantiert interoperablen Datenaustausch und ist zum allgemein unterstützten Industrial Communication Standard geworden. Diese Session zeigt, wie ein Zusammenführen dieser Technologien eine Plattform für flexible, offene und sichere industrielle Systeme schafft.

Wolfgang Leindecker ist Mitglied des Vorstands bei TTTech Industrial Automation AG, einem Technologieführer im Bereich Industrial Internet of Things (IIoT) und Deterministic Networking. Bevor er 2015 zu TTTech stieß, hat er als Vice President M2M & Public Transport erfolgreich 2 neue Business Units bei Kapsch CarrierCom mit Fokus auf Internet of Things (IoT) aufgebaut und sie innerhalb von 3 Jahren zu einem Umsatz von mehr als 25 Mio EUR geführt. Zuvor war Wolfgang Leindecker COO von NextiraOne Austria. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT, Automatisierung sowie im Telekommunikationsbereich und mehr als 15 Jahre in Top Management Positionen. Er besitzt 2 Abschlüsse von der Technischen Universität Wien sowie einen MBA der WU Wien.

Dr. Julian Feinauer
Geschäftsführer Pragmatic Minds

Bestehende Produktionsprozesse bieten ein garantiertes Potential an Verbesserung. Dabei wird dies nicht nur durch die eingesetzte Technologie geboten, sondern auch durch die Art und Weise, wie eine Produktionstechnologie in einer dedizierten Umgebung eingesetzt wird. Für den hierfür nötigen Rückschluss muss die Kausalität von Aktionen zu einem negativen Effekt gefunden werden. Nicht selten muss zuvor erst einmal der negative Effekt selbst identifiziert werden. Die Lösung erscheint recht simpel: Sammeln sie Daten und analysieren sie diese, identifizieren sie das Problem und lösen sie es. In diesem Vortrag möchten wir Ihnen die Komplexität, sowie die Diversität der Automatisierungstechnik, mit dutzenden an verwendeten Protokollen und Plattformen, als Problemstellung präsentieren, und zeigen wie die gemeinsamen Bestrebungen des Open Source Projektes PLC4X dazu beigetragen können, diese aufzulösen. Schlussendlich ermöglicht dies, einfache und auch preislich attraktive Lösungen anzubieten, welche in Symbiose mit der PLC4X Community die Produktionsprozessoptimierung zwar nicht einfacher, aber in der Praxis einfacher umsetzbar macht.

Dr. Julian Feinauer studierte bis 2010 an der Universität Stuttgart Mathematik und promovierte anschließend an der Fakultät für Stochastik der Universität Ulm. In seiner Promotion, die er unter anderem bei der Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG, einer Tochter der Daimler AG, durchführe, beschäftigte er sich mit der stochastischen Analyse von Alterungsprozessen in Lithium-Ionen-Batterien. Nach seiner Zeit als Doktorand baute er bei der Deutschen ACCUmotive GmbH & Co. KG den Bereich Datenauswertung und Datenanalyse auf. 2016 gründete er die Firma pragmatic minds GmbH und 2017 die pragmatic industries GmbH als Joint-Venture mit dem mittelständischen Maschinenbauer Laempe Mössner Sinto GmbH. Beide Start-Ups können sich seit der Gründung erfolgreich am Markt beweisen und durch innovatives Messdatenmanagement bzw. innovative Shopfloor Intelligence Lösungen mittelständischen Unternehmen Zugang zu modernsten und zukunftsweisenden Big Data Methoden ermöglichen. pragmatic minds bringt Agilität in die Datenmessung und ermöglicht einen einfachen und wertschöpfenden Zugang zu Daten. Die pragmatic industries GmbH hingegen hilft vor allem Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau bei der Transformation zu „digitalen Geschäftsmodellen“ und anderen Anwendungsfällen der „Industrie 4.0“. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer in den beiden Start-Ups engagiert sich Dr. Julian Feinauer in der Apache Software Foundation und arbeitet dort an verschiedenen Open Source Projekten mit, unter anderem als Teil des ‚Project Management Comittee‘ von PLC4X und Edgen.

14:00 - 15:00

Markus Frank
Produktmanager GROB-NET⁴Industry, GROB-WERKE GmbH & Co. KG

Weitere Informationen zu dieser Session werden in Kürze veröffentlicht.

Jens Kluge
Referat Cyber-Sicherheit in Industrieanlagen, BSI

Durch fortschreitende Digitalisierung und Nutzung neuer Technologien (z.B. Cloud) auch im Bereich Industrieanlagen ergeben sich für Unternehmen viele neue Möglichkeiten, diese bergen jedoch auch Risiken. In den letzten Jahren kam es auch in industriellen Anlagen immer wieder zu großen Sicherheitsvorfällen: u.a. durch Notpetya, Wannacry, Industroyer/Crashoverride oder Blackenergy. Dieser Vortrag beschreibt gemeinsame Angriffsvektoren aber auch Mitigationsmaßnahmen.

In dieser Session werden die Aussteller der Stuttgarter Innovationstage in kurzen Product-Pitches die neuesten Produkte aus dem Bereich der Steuerungstechnik vorstellen. Ergänzend dazu sind im hinteren Bereich der der Reithalle die Aussteller mit Ständen vertreten, auf denen die Produkte vorgeführt werden. Nutzen Sie die Pausenzeiten um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen.

16:30 - 17:00

Matthias Weigele
Geschäftsleitung EWS tools technologies

Werkzeugsysteme für die Komplettbearbeitung auf CNC-Dreh-Fräszentren, sind typische mechanische Maschinenbauteile die ihren Platz in der digitalen Welt neu definieren müssen. Dieses Beispiel ist symptomatisch für den klassischen Maschinenbau. Welche Anforderungen werden an Unternehmen einer solchen Produktstruktur gestellt und was muss geschehen, um sich erfolgreich am Markt der Zukunft zu etablieren in dem Dinge mit Dingen reden? Bei diesem Vortrag geht es um den Mindset der zu vollziehen ist, um Teil der neuen Welt zu werden. Es geht um Datenerfassung im eigenen System, die Vernetzung mit Übergeordneten Systemen und die Einordnung in Gesamtsysteme. Die Betrachtung geht hinein die erforderliche Wandlung von Produkten, die Notwendigkeit von digitalen Zwillingen, um den Ansprüchen der digitalen Zukunft gerecht zu werden und es geht um die Chance, nach einem Wandel in neuem Licht zu erscheinen.

Matthias Weigele ist gelernter Maschinenbauingenieur und Industriefachwirt Jahrgang 1964 und seit 1994 geschäftsführender Gesellschafter der EWS Weigele GmbH & Co. KG in Uhingen. Nach seinem Studium begann er 1989 zunächst als Konstrukteur im Bereich Stationär- und Mobilhydraulik bei der Heller Gruppe in Nürtingen und stieg 1991 in das elterliche Kleinunternehmen, EWS, mit 20 Mitarbeitern ein. Heute ist er in der EWS-Grupper Verantwortlich für die Finanzen und die Produktentwicklung im Uhinger Unternehmen und für die produzierenden Töchter in Süd Korea und USA, sowie die Vertriebs- und Serviceniederlassungen in China und Russland. Seit 2019 ist er Gesellschafter des Startup-Unternehmens Tool-Arena GmbH. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 500 Mitarbeiter.

Götz Görisch
Gruppenleiter VDW

Im Zuge von Industrie 4.0 werden die für die Vernetzung erforderlichen Schnittstellen zunehmend branchenspezifisch standardisiert. Im Falle von OPC UA werden in sogenannten Companion Specifications Parameter und Strukturen von übermittelten Daten definiert. Die umati-Arbeitsgruppe arbeitet aktuell an einer einheitlichen Schnittstelle für Werkzeugmaschinen, die in einer Companion Specification veröffentlicht werden soll. Herausforderungen sind hierbei einerseits der Spagat zwischen Expertenwissen über Maschinen, den Anwendungsfällen von Nutzern sowie den Modellierungsoptionen von OPC UA. Weitere Dimensionen sind die Abdeckung des heterogenen Technologiefeldes von Werkzeugmaschinen sowie die Integration von Retrofit-Maschinen über die umati-Schnittstelle. Wir wollen aufzeigen, dass Standardisierung bei umati weit mehr bedeutet, als die reine Einigung auf Schnittstellenparameter.

• Götz Görisch ist Projektreferent für Digitalisierung und Industrie 4.0 beim Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) in Frankfurt. Nach dem Studium des allgemeinen Maschinenbaus hat er viele Jahre als Entwicklungsingenieur in der Automobilindustrie gearbeitet. Über mehreren Stationen in der Werkzeugmaschinenentwicklung und des Sondermaschinenbaus ist er seit September 2018 beim VDW als Projektleiter für das Projekt umati sowie die Arbeitskreise Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik zuständig.

• Caren Dripke ist Gruppenleiterin für Industrielle Steuerungstechnik am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart. Nach einem Studium der Technischen Kybernetik und Mechatronik ist sie seit 2015 am ISW wissenschaftliche Mitarbeiterin und beschäftigt sich sowohl mit Steuerungsalgorithmik als auch Kommunikationsschnittstellen von industriellen Steuerungen. Sie ist seit September 2017 Projektleitung im VDW-Projekt „Konnektivität für Industrie 4.0.“ aus der „umati - Universal Machine Tool Interface“ hervorging.

Kamil Filar
Customer Solutions Architect Simplifier

Tilmann Bock und Kamil Filar werden im Rahmen der Session den Simplifier und dessen vielfältige Möglichkeiten im Bereich Business Software und IoT vorstellen. Um die IoT Features des Simplifiers zu verdeutlichen wird während der Session der iSrv-Demonstrator des ISW über REST-APIs in den Simplifier integriert und die so zugänglich gemachten Daten und Dienste werden grafisch im Simplifier aufbereitet und angezeigt.

Tilmann Bock absolvierte ein Magisterstudium der Politikwissenschaften an der Universität Mannheim. Bevor er im Frühjahr 2019 als Marketing Manager Content&PR seinen Weg zur Simplifier AG fand, war er als Referent für eine Landtagsabgeordnete tätig. Dort zeichnete er unter anderem verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Nach seinem Masterstudium der Informatik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg stieß Kamil Filar im Jahr 2015 zum Simplifier Team. Mittlerweile ist er als Customer Solution Architect und Head of Core Projects für anspruchsvolle Kundenprojekte zuständig. Außerdem entwickelt er neue Features, die in den halbjährlichen Releases ihren Weg in den Simplifier finden.

Prof. Dr. Alexander Verl
Institutsleitung ISW

Nach seinem ingenieurwissenschaftlichen Studium der Elektrotechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg von 1986 bis 1991 war Alexander Verl als Entwicklungsingenieur bei der Siemens AG in Erlangen im Bereich Automatisierungstechnik tätig. 1994 wechselte er zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen und promovierte dort 1997 im Bereich Robotik und Mechatronik. Ebenfalls 1997 gründete er die AMATEC Robotics GmbH. Er ist seit 2005 Direktor des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart als Nachfolger von Professor Günter Pritschow. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit an der Fakultät für Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik der Universität Stuttgart ist er Studiendekan des Studiengangs Mechatronik. Vom 1. April 2014 bis zum 31. August 2015 war Alexander Verl Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft berufen.

Prof. Dr. Alexander Verl
Institutsleitung ISW

In diesem Vortrag wird das Konzept des Software-Defined Manufacturing (SDM) als neues Konzept zur Anpassung einer gesamten Produktion einzig über Software vorgestellt. Das Konzept ergänzt die Vision von Industrie 4.0 insbesondere durch den steuernden Eingriff in die Produktion und die Erhöhung der Wandlungsfähigkeit von Produktionsmitteln durch die dynamische Definition von Funktionalitäten per Software. Dazu verfügen physikalische Produktionsmittel über ein virtuelles Abbild und sind damit nahtlos in Informationsnetzwerke integriert. Anhand der Anforderungen des zu produzierenden Produkts wird automatisch die Steuerungssoftware generiert und auf das physikalische Produktionsmittel geladen. Somit werden die Funktionalitäten des Produktionsmittels dynamisch definiert.

Nach seinem ingenieurwissenschaftlichen Studium der Elektrotechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg von 1986 bis 1991 war Alexander Verl als Entwicklungsingenieur bei der Siemens AG in Erlangen im Bereich Automatisierungstechnik tätig. 1994 wechselte er zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen und promovierte dort 1997 im Bereich Robotik und Mechatronik. Ebenfalls 1997 gründete er die AMATEC Robotics GmbH. Er ist seit 2005 Direktor des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart als Nachfolger von Professor Günter Pritschow. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit an der Fakultät für Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik der Universität Stuttgart ist er Studiendekan des Studiengangs Mechatronik. Vom 1. April 2014 bis zum 31. August 2015 war Alexander Verl Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft berufen.

Dr. Johannes Baumgartl
Expert Advanced Robotics, Daimler TSS GmbH

Dr. Johannes Baumgartl is Expert Advanced Robotics at the Daimler TSS GmbH. Daimler TSS is a subsidiary of the Daimler AG. Its role is to contribute to shaping Daimler as a digital brand through innovative, holistic IT solutions that address the core issues of Autonomous Systems, Digital Production, Advanced Analytics and Information Security.
Johannes Baumgartl is responsible for the coordination of various strategic and innovative projects in the context of Industrie 4.0. Thus, being part of the SeRoNet consortium is a strategic decision to shape the idea of software development, software composition and separation of roles in a collaborative software ecosystem.

10:15 - 10:50

Marco Bauer
Geschäftsführer BAM

Weitere Informationen zu dieser Session werden in Kürze veröffentlicht.

Kiosun Hsu,
Head of AIOT, ASUS

Digital transformation, automation and artificial intelligence bring benefit to manufacturers. As manufacturing adopts new digital technologies are becoming increasingly important. The digital transformation of manufacturing is not just about digitizing processes and document, but also using the data for decision making, process improvement and risk reduction. IT platform is built a structure that supports each transformation project and create value across every stage of production. It is a key element in the successful implementation of Industry 4.0.

Mr. Hsu works as the R&D department head in AIOT business unit and Server business unit of ASUSTek. He ever worked as the RD design center head of ADLINK and responsible for development of Industrial and embedded computer product. Since 2017, he joined ASUSTEK and is responsible for AIOT and Server product development. And he is also responsible for the technical research team of deep learning for the computer vision application and security of IOT field.

Dr. Thomas Stiedl
Senior Expert, Bosch

Dr. Thomas Stiedl studierte an der Universität Stuttgart Automatisierungstechnik in der Produktion und promovierte anschließend im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion am Institut für Automatisierungstechnik und Softwaresysteme (IAS) der Universität Stuttgart. Seit 2007 ist er bei der Robert Bosch GmbH im Zentralbereich Corporate Research tätig. Er leitete verschiedene Forschungs- und Vorausentwicklungsprojekte und ist seit 2017 Senior Expert für IT und Kommunikationssysteme in der Produktion. In seinem aktuellen Forschungsschwerpunkt beschäftigt er sich mit Software-gestützter Wandlungsfähigkeit in der Fabrik der Zukunft. Dr. Thomas Stiedl ist für Bosch in der Plattform Industrie 4.0 tätig und seit 2019 im Vorstand der Deutschen Forschungsgesellschaft für Automatisierung und Mikroelektronik e.V. (DFAM).

13:00 - 14:00

Karl Kübler
Gruppenleiter, ISW

Die Virtuelle Inbetriebnahme hat sich zum Standard (VDI 3693) entwickelt um den Entwicklungsprozess einer Maschine oder Anlage frühzeitig und gleichzeitig realitätsnah abzusichern. Immer mehr Unternehmen führen daher Digitale Zwillinge für die Vorab-Inbetriebnahme ein. Mit einem umfassenden Einsatz der Digitalen Zwillinge steigt die benötigte Zeit zur Ausführung und Auswertung von immer mehr und auch aufwändigeren Tests zur Regression und Optimierung an der virtuellen Maschine oder Anlage. Testautomatisierung bedingt die systematische Auseinandersetzung mit dem Thema Test bei der Virtuellen Inbetriebnahme: Welche Funktionen muss ich testen? Wie werden die Testfälle spezifiziert? Welche Signale muss ich beobachten und mit welchen Schwellwerten? Welche Daten der Testausführung interessieren mich im Testreport? usw.

Karl Kübler studierte Automatisierungstechnik in der Produktion an der Universität Stuttgart und ist seit Ende 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am ISW. Seit Mitte 2019 leitet er dort die Gruppe zu Virtuelle Methoden in der Produktionstechnik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Virtuelle Inbetriebnahme und Testautomatisierung.
Im Rahmen eines ZIM Forschungsprojekts und weiterer Arbeiten am ISW wurde das Thema der Testautomatisierung bei der Virtuellen Inbetriebnahme im industrienahen Umfeld untersucht. Dabei entstand der Grundstein für eine Lösung zum aufwandsarmen und qualitätssteigernden Testen am Digitalen Zwilling für Maschinen und Anlagen.

Mathias Stach
Geschäftsführer, Ascon Systems

Weitere Informationen zu dieser Session werden in Kürze veröffentlicht.

14:50 - 15:10

Dr. Gerhard Krebser
Abteilungsleiter, ISG

Mit fortschreitender Digitalisierung der Fertigung und Produktion wird die Software zur Steuerung moderner Maschinen und Anlagen zunehmend komplexer. Um lange Inbetriebnahezeiten am realen Sytem zu vermeiden, hat sich die Methode zur Virtuellen Inbetriebnahme am Digitalen Zwilling inzwischen zu einem Standard entwickelt.
Die Tests am Digitalen Zwilling müssen jedoch nach wie vor – wie am realen System – manuell durchgeführt werden. Durch die Mögichkeit, auch Ausnahmesituationen am Digitalen Zwilling gefahrlos testen zu können, sind manuelle Tests aufgrund der dadurch steigenden Anzahl von Testfällen nicht mehr wirtschaftlich darstellbar.
Hier schafft die Testautomatisierung Abhilfe. ISG-dirigent, das bislang erste kommerzielle Werkzeug zum automatisierten Testen von Steuerungssoftware, führt einmal erstellte Testabläufe selbstständig und reproduzierbar durch. Die Ergebnisse werden detailliert protokolliert, so daß anschließend eine sichere Fehlerdiagnose durchgeführt werden kann.

Dr.-Ing. Gerhard Krebser
Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart
Promotion am Institut für Steuerungstechnik (ISW) der Universität Stuttgart
Langjährige Tätigkeit in verschiedenen leitenden Funktionen bei Fa. Gleason Pfauter Maschinenfabrik GmbH in Ludwigsburg
Seit 2018 Abteilungsleiter Testautomatisierung bei ISG Industrielle Steuerungstechnik GmbH in Stuttgart

Dr. Ulrich Heller
Leiter Software-Entwicklung, Chiron

In der Entwicklung von modernen Werkzeugmaschinen spielt software-implementierte komplexe Logik eine zunehmend wichtigere Rolle. Auch Fehlermöglichkeiten steigen dadurch an und erfordern eine moderne Qualitätssicherungs-Strategie, in der Systemtests eine wichtige Rolle spielen. ``Digitale Zwillingen`` (z.B. durch ISG Virtuos) helfen zwar teure Testmaschinen zu entlasten, aber erst mit einer umfassenden Testautomatisierung kann echte Effizienz gewonnen werden und Regressionstests für alle Software-Versionen werden realistisch. Unsere Erfahrungen mit ISG Dirigent zeigen schlagkräftige Möglichkeiten für vollautomatisierte Tests. Die Herausforderungen im Zusammenspiel mit realen Steuerungen (im Fall von CHIRON von mehreren Anbietern), simulierten Restmaschinen und Tools zur Testplanung und -verfolgung werden beleuchtet und Wege für eine effektive Arbeitsweise aufgezeigt. Ein wesentlicher Schritt zu robuster und verlässlicher Software-Qualität konnte damit erreicht werden.

Dr. Ulrich Heller hat an der Technischen Universität München Diplom und Doktorgrad in Informatik erworben, später bei der ESG Elektroniksystem und Logistik-GmbH in München mit seiner Geschäftseinheit Werkzeuge für automatisierte Testabläufe für Automobilelektronik entwickelt. Als Leiter der Entwicklung Steuerungstechnik und Software in einer Tochter der TRUMPF-Gruppe konnte Dr. Heller wertvolle Erfahrungen über die Herausforderungen im Werkzeugmaschinen-Bereich sammeln und ein Testzentrum für komplexe Produkte aufbauen. Bei der Testo SE & Co KGaA verantwortete er die Software-Entwicklung, auch im Umfeld moderner cloud-basierter Anwendungsentwicklung.
Bei den CHIRON-Werken ist er seit April 2018 für die gesamte Software-Entwicklung vom Maschinenzyklus über die PLC-Logik bis zu HMI und Digitalisierungsprodukten verantwortlich. Eine seiner wichtigsten Bestrebungen ist eine ganzheitliche und wirksame Qualitätssicherung für alle Software-Erzeugnisse.

Galerie

Bilder und Eindrücke einer gelungenen Veranstaltung aus dem vergangenen Jahr. Überzeugen Sie sich selbst!

Tickets und Preise

Sichern Sie sich ihr Ticket für einen oder für beide Veranstaltungstage. Der Frühbucherrabatt ist noch bis 15. Dezember verfügbar.
Ein Tag - Frühbucher
1 Keynote
9 Vorträge
Gedrucktes Programmheft
Gemeinsames Abendessen
Hallenführung am ISW
Zwei Tage - Frühbucher
2 Keynotes
17 Vorträge
Gedrucktes Programmheft
Gemeinsames Abendessen
Hallenführung am ISW
Zwei Tage - Regulär
2 Keynotes
17 Vorträge
Gedrucktes Programmheft
Gemeinsames Abendessen
Hallenführung am ISW

Veranstaltungsort

Maritim Hotel Stuttgart –
Alte Reithalle

 

Verwenden Sie bei Ihrer ZImmerbuchung bis zum 19. Dezember 2019 das Stichwort “Stuttgarter Innovationstage” für ein vergünstigtes Tagungsangebot.

 

Seidenstr. 34
70174 Stuttgart

 

T: +49  711 942 – 1210
E: info.stu@maritim.de
W: maritim.de

Veranstalter

FISW Forschungs- und Ingenieurgesellschaft für Steuerungstechnik GmbH
Rosenbergstr. 28
70174 Stuttgart

Bestellungen und Rechnungen bitte an diese Adresse richten.

Organisation

Auskunft und Anmeldung

Alexander Schmidt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, ISW

Institut für Steuerungstechnik (ISW)
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Germany

Sebastian Friedl

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, ISW

Institut für Steuerungstechnik (ISW)
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Germany

Xenia Günther

Organisation, ISW

Institut für Steuerungstechnik (ISW)
Seidenstr. 36
70174 Stuttgart
Germany